Highlights an der Strecke

Städte & Märkte

Zu den Hauptattraktionen des Fünf-Flüsse-Radwegs gehören ganz klar die geschichtsträchtigen Städte an den Ufern der Flüsse. Eine von ihnen ist schöner als die andere und empfängt Urlauber mit historischem Flair und bayerischem Charme. Weniger groß und bekannt vielleicht, aber nicht minder malerisch und einladend sind die zahlreichen historischen Märkte entlang der Route.

Amberg – Die heimliche Hauptstadt der Oberpfalz besticht mit ihrer mittelalterlichen Silhouette. (E4/5)

Die Stadt an der Vils blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Über mehrere Jahrhunderte bildete sie das Zentrum der Eisengewinnung und war Hauptstadt der Oberen Pfalz. Deshalb wird Amberg auch heute noch gerne als ‚die heimliche Hauptstadt der Oberpfalz‘ bezeichnet. Ihre fast lückenlos erhaltene Stadtmauer mit den zahlreichen Türmen und Toren machte sie einst zur am besten befestigten Kurfürstenstadt. Das Wahrzeichen der Stadt stellt ein einzigartiger Wassertorbau dar. Die sogenannte ‚Stadtbrille‘ überspannt die Vils und verbindet das ehemalige Kurfürstenschloss mit dem Zeughaus. Bei Sonnenschein spiegeln sich die zwei Brückenbögen im Wasser und zeichnen so das Bild einer Brille.

Kelheim – Von den Kelten bis König Ludwig haben vergangene Epochen hier ihre Spuren hinterlassen. (E1/2)

Gut geschützt am Zusammenfluss von Altmühl und Donau liegt die Stadt, deren Ursprünge bis weit zurück in die Steinzeit reichen. Die Kelten schufen hier mit ‚Alkimoennis‘, eine der größten Siedlungen in Deutschland. Jahrhunderte danach überquerten die Römer an dieser Stelle die Donau und errichteten den Limes. Seine Blütezeit aber erlebte Kelheim ab dem Mittelalter: Günstig am Donau-Übergang gelegen, entwickelte sich die Herzogsstadt zu einem florierenden Handelsplatz. Die Eröffnung des Ludwig-Donau-Main-Kanals im Jahre 1846 gab ihr zusätzlichen Aufschwung. Vom damaligen Reichtum der Stadt zeugen noch heute die prächtigen Barockbauten der Brüder Asam und natürlich die Befreiungshalle, die schon von Weitem sichtbar auf dem Michelsberg thront.

Neumarkt i.d.OPf. – Historisches Zentrum an der alten Handelsroute von Nürnberg nach Regensburg. (E3)

Die Stadt liegt idyllisch im Talkessel zwischen den Jurahöhen, majestätisch bewacht von der Burgruine Wolfstein, dem Wahrzeichen Neumarkts. Dank seiner günstigen Lage zwischen Nürnberg und Regensburg gelangte der Ort bereits im Mittelalter zu Wohlstand und entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelszentrum. Straßennamen wie Glaser-, Hutmacher, und Bräugasse erinnern immer noch daran. Im 19. Jahrhundert setzten der Ludwigskanal und die Eisenbahn neue  wirtschaftliche Impulse. So entstand in dieser Zeit mit den Express-Werken hier die erste Fahrradfabrik Europas. Heute wartet das Zentrum der westlichen Oberpfalz auf mit einem schönen historischen Stadtkern, vier Brauereien und gleich fünf Museen: Die Palette reicht vom Stadtmuseum bis hin zum Weißwurstmuseum.

Nürnberg – Kaiserburg und fränkisches Fachwerk malerisch durchzogen von den Armen der Pegnitz. (E3/4)

Seit dem Mittelalter thront die Kaiserburg als Wahrzeichen Nürnbergs über den pittoresken Fachwerkhäusern der Altstadt. In ihren schmalen Gassen finden sich bedeutende Bauwerke wie das Albrecht Dürerhaus, das Germanische Nationalmuseum  und natürlich die Frauenkirche. Unter ihrer großen Uhr machen täglich die sieben Kurfürsten die Runde und huldigen so symbolisch dem römisch-deutschen Kaiser Karl IV. ‚Männleinlaufen‘  wird das Schauspiel im Volksmund liebevoll genannt. Ebenfalls am Hauptmarkt ragt der ‚schöne Brunnen’, wie eine gotische Kirchturmspitze stolze 19 Meter in die Höhe.  Doch Nürnbergs vielleicht spannendstes Schmankerl wartet unter den schmucken Bauten der Altstadt: Im  Laufe vieler Jahrhunderte haben ihre Bewohner Süddeutschlands größtes Felsenkellerlabyrinth in den Sandstein zu Füßen der Burg gehauen. Ursprünglich zur Herstellung und Lagerung von Bier genutzt, erwies sich die stabile Säulenkonstruktion auch als sicherer Zufluchtsort im 2. Weltkrieg.

Regensburg – Weltkulturerbe mit südländischem Charme und ruhmreicher Vergangenheit. (E1/5)

Der Name geht zurück auf die lateinische Bezeichnung ‚Castra Regina‘. Das römische Legionslager legte den Grundstein der Stadt, die sich im Mittelalter zu einer der reichsten und einwohnerstärksten in ganz Deutschland entwickelte. Heute zählt die Hauptstadt der Oberpfalz  rund 150 000 Einwohner. Mittelalterliche Gebäude prägen das Bild der Altstadt ebenso wie die Steinerne Brücke. Sie wurde im 12. Jahrhundert fertiggestellt und verhalf Regensburg als erste dauerhafte Brücke über die Donau zu weiterem Wohlstand. Zur damaligen Zeit galt sie als Bauwunder, das vielen anderen Brückenkonstruktionen als Vorbild diente. Ein Meisterwerk ist auch der gotische St. Peters Dom,  dessen weithin sichtbare filigrane Türme eines der Wahrzeichen der Stadt bilden. Bekanntheit erlangte Regensburg auch durch den ‚immerwährenden Reichstag‘, der hier über beinahe 150 Jahre hinweg tagte. Der Kaiser ließ sich auf den Versammlungen durch die Fürsten von Thurn und Taxis vertreten. Ihre Nachfahrin, die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis residiert noch heute im Schloss St Emmeram, das zu den größten privaten Schlössern in ganz Europa zählt.

Beilngries (E2)

Ein Hauch von Süden liegt über der kleinen Stadt am Zusammenfluss von Sulz und Altmühl. In ihrem historischen Zentrum begeistern die mittelalterliche Stadtmauer, barocke Baukunst und die beiden bunten Türme der mittelalterlichen Stadtpfarrkirche St. Walburga. Lange Zeit gehörte der staatlich anerkannte Erholungsort zum Fürstbistum Eichstätt, und profitierte von den südländischen Architekten des Rokkoko und Barock, die dort engagiert waren. Aus dieser Zeit stammt auch das Schloss Hirschberg, das auf einer Anhöhe über der Stadt thront.

Berching (E2/3)

Malerisch liegt die mittelalterliche Stadt zwischen dem Main-Donau- und Ludwig-Donau-Main-Kanal. Sie besitzt ein vollständig historisches Innenstadtbild mit komplett erhaltenem Stadtmauerring und 13 Türmen. Im Schutz dieser Kulisse wuchs der Komponist Christoph Willibald Gluck heran. Das Museum Berching erzählt von Leben und Werk des weltweit bekannten Opernreformators. An der Südseite begrenzt der Main-Donau-Kanal mit seinen großen Dampfern das historische Zentrum. Hier findet im Sommer das weithin bekannte Event ‚Kanal im Feuerzauber‘ statt. Über mehrere Tage hinweg steht das stille Wasser im Mittelpunkt der Festlichkeiten, deren Höhepunkt das große Feuerwerk mit anschließendem Fackelschwimmen darstellt.

Dietfurt a. d. Altmühl (E2)

Die Stadt Dietfurt a. d. Altmühl   besitzt Reste einer Stadtmauer, ein historisches Rathaus, das Museum im Hollerhaus und ein noch funktionierendes Mühlenmuseum. Vor allem aber ist die Stadt als 'Bayerisch China' bekannt. Eine Legende besagt, dass die Dietfurter im späten Mittelalter sich bei Ankunft des Steuereintreibers „wie die Chinesen“ hinter ihren Stadtmauern verschanzt hätten. In einem wissenschaftlichen Artikel im Eichstätter Pastoralblatt wird das Gebiet um Dietfurt 1869 gar als Chinesenviertel angegeben. Auf die, für die Dietfurter im Volksmund gebräuchliche Bezeichnung, "Chinesen" wird seit 1954 der bekannte Chinesenfasching gefeiert. Die Stadt Dietfurt ist stolz auf ihren Chinesenbrunnen, Drachenbrunnen und auf den Bayrisch-Chinesischen-Sommer, der mit Köstlichkeiten und Attraktionen beider Länder lockt.

Hersbruck (E4)

Im weiten Talkessel der Pegnitz liegt malerisch die kleine Stadt Hersbruck. Sie besticht durch ihr historisches Zentrum mit den romantischen Fachwerkhäusern, den Tortürmen und den verwinkelten Gassen. Sehenswert ist auch das Schlossensemble direkt an der Pegnitz, in dem heute das Amtsgericht untergebracht ist. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Deutsche Hirtenmuseum. Mitten in der Altstadt gelegen, informiert es über die fränkische Hirtenkultur ebenso wie über das Hirtenwesen weltweit. 

Kallmünz (E5)

Der historische Ort am Zusammenfluss von Vils und Naab bezaubert jeden Besucher. Gekrönt von einer riesigen Burgruine schmiegt er sich an eine Kalkfelsenlandschaft, die sich zu einzigartigen Bildern ballt. Kein Wunder also, dass der romantische ‚Markt unterm Felsen‘ mit den verwinkelten Gassen und farbenfrohen Häusern Künstler seit jeher magisch angezogen hat. Die idyllische Flusslandschaft, der mittelalterliche Flair des Marktes und der atemberaubende Blick von der Burgruine entlocken Besuchern auch heute noch ein begeistertes Staunen. Direkt an der Naab gelegen, bietet der naturbelassene Jugendzeltplatz im benachbarten Zaar eine ideale Unterkunftsmöglichkeit für Jugendgruppen. Außerdem gibt es Einstiegsmöglichkeiten für eine Bootstour auf der Naab.

Lauf a. d. Pegnitz (E4)

Unter Kaiser Karl dem IV. wurde Lauf zur Stadt erhoben. Doch seit jeher war die Lage am Wasser ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes. Zusammen mit dem Holzreichtum der umliegenden Wälder und der Nähe zu den Erzabbau-Gebieten in der Oberpfalz bildete sie den Grundstein für den Wohlstand der Stadt. Bereits vor der Stadtgründung befanden sich hier mehrere Mühlen, die die Strömung der Pegnitz nutzten. Heute können im Industriemuseum Lauf eine Mahlmühle und ein Hammerwerk besichtigt werden. Sehenswert ist auch die Kaiserburg, die mitten auf einer Pegnitzinsel steht und ihren Schatz hinter dicken Mauern verbirgt: einen einmaligen Wappensaal, der im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.

Rieden (E5)

Romantisch an der Vils liegt Rieden. Bereits um 800 n. Chr. stand auf dem Bergsporn über dem Markt die Burg der Herren von Ruden, von denen sich auch der heutige Ortsname ableitet. Nördlich davon befand sich eine vorgeschichtliche Ringwallanlage, gegründet von Kelten und Narisken. Die heute noch vorhandenen Mauerreste stammen vermutlich aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts.

Riedenburg (E2)

Malerisch schmiegt sich das historische Städtchen in die fantastische Landschaftskulisse des Altmühltals, umgeben von markanten Jurafelsen und gleich drei Burgen. Während Rabenstein und Trachenstein nur noch als Ruinen erhalten sind, kann die guterhaltene, weitläufige Anlage der Rosenburg besichtigt werden. Sehenswert ist auch das Kristallmuseum: Es beherbergt die größte Bergkristallgruppe der Welt.

Schmidmühlen (E5)

Eingebettet in die Täler von Vils und Lauterach liegt der alte Kern von Schmidmühlen auf einer Halbinsel zwischen den beiden Flüssen. Im Mittelalter befand sich hier einer der größten Eisenhämmer der Oberpfalz sowie ein Hafen zur Verschiffung der Erze. Den Mittelpunkt des Marktes bildet heute das „Obere Schloss“ aus dem 16. Jahrhundert das mit seinen weltlichen Renaissancefresken eine kunsthistorische Sensation birgt. Das gegossene Abbild eines Moriskentänzers auf dem Brunnen vor dem Schloss erinnert an den berühmtesten Sohn des Ortes, Erasmus Grasser.

Sulzbach-Rosenberg (E4)

Das schmucke Städtchen kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Der Ort mit der beeindruckenden Schlossanlage war Sitz des gleichnamigen Grafengeschlechts und Residenzstadt des wittelsbachischen Herzogtums.  Durch Erzbergbau und Eisenverhüttung gelangte die ehemalige Hauptstadt Neuböhmens zu  Reichtum und Wohlstand, wovon das repräsentative gotische Rathaus heute noch zeugt. Zusätzlich führte die „Goldene Straße“, einer der wichtigsten mittelalterlichen Fernwege, der Prag und Nürnberg miteinander verband, direkt durch die Stadt und begünstigte den internationalen Handel. Sulzbach-Rosenberg besitzt heute ein reges Kulturleben und zahlreiche Museen.

Wendelstein (E3)

Der hübsche Ort mit viel fränkischem Fachwerk blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Auch  heute noch führen zahlreiche Spuren zurück in diese ereignisreiche Zeit. Im Ortsteil Kleinschwarzenlohe birgt die Allerheiligenkirche mit dem Schnitzaltar von Tilman Riemenschneider ein wahres Kleinod und direkt am Alten Kanal liegt Schloss Kugelhammer. Der Herrensitz in Röthenbach bei St. Wolfgang. wurde zum Schutz einer Kugelmühle und einer Wallfahrtskirche zu Ehren des Hl. Wolfgangs errichtet. Ein historischer Lehrpfad veranschaulicht Geschichte und Technik des Alten Kanals und gibt Auskunft über Flora und Fauna der Region. Im Frühsommer lockt das Jazz & Blues Open Besucher von nah und fern nach Wendelstein.

Weitere Highlights:

Burgen & Schlösser

Es ist kein Geheimnis, dass Adelige und Reiche für ihre Herrschaftssitze die landschaftlich schönsten Orte wählten. Felsvorsprünge und Anhöhen hoch über den Flusstälern waren besonders beliebt. Da die Radtour fünf Flüsse verbindet, führt sie gleichzeitig auch zu einer Vielzahl von Burgen und Schlössern. Die Kaiserburg in Nürnberg sowie das Schloss St. Emmeram in Regensburg sind absolute Höhepunkte entlang der Route. Aber auch die Kaiserburg mit Wappensaal in Lauf, das Kurfürstliche Schloss in Amberg und die Ritterburg Prunn mit ihrer einmaligen Lage hoch über dem Altmühltal lohnen einen Besuch. Eine Besonderheit der ehemaligen Montanregion  Amberg-Sulzbach sind die Hammerschlösser an den Ufern der Flüsse, vor allem an der Vils. Sie stellen die prunkvollen Wohnsitze jener dar, die durch den Abbau von Eisenerz zu Reichtum und Wohlstand gelangten. Imposantestes Beispiel ist das barocke Hammerherrenschloss Theuern.

Höhlen & Felsen

Steil aufragende Felswände und tief eingeschnittene Höhlen sind ein Charakteristikum des zerklüfteten Karstgebirges von Bayerischem Jura und Fränkischer Alb. Berühmtestes Beispiel ist der Donaudurchbruch bei Kelheim. Wildromantisch sind die Wacholderheiden im Unteren Vilstal  und vom Hoppefelsen bei Pentling öffnet sich ein toller Blick über das weite Donautal. Herrliche Panoramen bieten sich auch auf den Höhen des Frankenjuras. Wer sich für Höhlen begeistert, stattet der Tropfsteinhöhle Schulerloch bei Essing oder der Osterhöhle bei Neukirchen einen Besuch ab.

Kirchen & Klöster

Der Bayerische Jura ist Asam Barock pur. Das Kloster Weltenburg legte den Grundstein für den Ruhm der beiden Brüder und auch die Fresken der Wallfahrtskirche Maria Hilf sowie des Klosters in Ensdorf wurden von ihnen gestaltet. Das prächtige Rokokoschloss Bistumsschloss Hirschberg, das hoch über der Stadt Beilngries thront blickt auf eine lange und facettenreiche Geschichte zurück, ebenso wie das ehemalige Zisterziennserinnen Kloster Pielenhofen, das majestätisch die stillen Flussauen der Naab bewacht. Das Benediktinerkloster Plankstetten wurde 1129 als bischöfliches Eigenkloster gegründet, aus dieser Gründungszeit gibt es noch die romanische Krypta. Weitere sehenswerte Denkmäler aus früheren Epochen sind die wuchtige Wehrkirche St. Vitus in Kottingwöhr und die Kirchenburg St. Veit im mittelfränkischen Ottensoos. Die Grundsteinlegung beider Kirchen datiert auf das 12. Jahrhundert. Nur zweihundert Jahre jünger ist die imposante Ruine des Klosters Gnadenberg, das erste Birgittenkloster in Süddeutschland.

Kunst & Kultur

Seit jeher gelten Flüsse als die Lebensadern einer Region: An ihren Ufern blühte der Handel, mehrten sich Macht und Wohlstand. Ein besonders stattliches Zeichen des Reichtums ist die Befreiungshalle bei Kelheim. Weitere Kulturdenkmäler aus verschiedensten Epochen sowie zahlreiche Museen geben auch heute noch Zeugnis von der langen und ereignisreichen Vergangenheit der Region. So führen der Archäologiepark Altmühltal und der Urzeitbahnhof in Hartmannshof zurück in eine Ära lange vor unserer Zeit. In Hersbruck informiert das Deutsche Hirtenmuseum über Arbeitsweise und Alltag dieser traditionsreichen Berufsgruppe. Einblicke in Traditionen und Lebensweisen vergangener Jahrhunderte geben auch das Historische Badhaus in Pommelsbrunn, das Altmühltaler Mühlenmuseum in Dietfurt a. d. Altmühl sowie das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern im Kultur-Schloss Theuern. Wer mehr über die Neuzeit erfahren möchte, besucht das Industriemuseum in Lauf, das Luftmuseum in Amberg oder das Literaturhaus Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg. Ein ganz eindrucksvolles Zeugnis von den technischen Meisterleistungen beim Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals gibt der Brückkanal bei Schwarzenbruck. Auch im Bayerischen Jura spielt Kunst eine Rolle: der Markt Beratzhausen bietet einen Skulpturenpark, in dem rund 30 Kunstwerke den idyllischen Spazierweg entlang der Schwarzen Laber begleiten . Der verträumte Ort Kallmünz, den bereits Wassily Kandinsky besuchte, kann als „Malerwinkel“ mit Kunstgalerien aufwarten.

Essen & Trinken

Bayerischer Jura und Fränkische Alb sind weit über ihre Grenzen hinaus bekannt für ihre breite Palette von Köstlichkeiten und Schmankerln, angefangen von den Nürnberger Lebkuchen und Bratwürsten über die Schlachtschüssel, die vor allem im Amberg-Sulzbacher und Nürnberger Land beheimatet ist, bis zum Schäufele, das man als Nationalgericht der Franken bezeichnen kann. Im Nürnberger Land gibt es sogar den einzigen Schäufele König Deutschlands. Weiter geht es mit den schmackhaften Lamm-Gerichten im Oberpfälzer Jura bis hin zum zarten Spargel, der in den lockeren Böden rund um Kelheim gedeiht. Im Herbst sind die Wildwochen im Naturpark Hirschwald sehr zu empfehlen und im Oktober die Neumarkter Schmankerlwochen mit wechselndem Jahresthema.

Nicht vergessen werden darf natürlich auch die flüssige Nahrung. Überall in der Region servieren kleine Brauereien in lauschigen Biergärten Selbstgebrautes.

Baden & Entspannen

Wo soviel Wasser fließt, bieten sich zahlreiche Gelegenheiten für einen Sprung ins kühle Nass. Einige Badestellen zum Beispiel in Matting an der Donau oder die Badestelle an der Naab in Etterzhausen bieten die Möglichkeit im Fluss zu schwimmen. In Happurg lädt ein Baggersee zum Verweilen ein, ebenso wie das idyllische Inselbad in Bad Abbach. An nicht ganz so heißen Tagen lässt es sich in der dortigen  Kaisertherme, im Kurfürstenbad in Amberg oder in der Fackelmann Therme in Hersbruck prima entspannen.

Schifffahrt & Treideln

Treideln lautet der Fachbegriff, wenn Lastschiffe von starken Kaltblutpferden auf dem stehenden Gewässer der Kanäle durch die Landschaft gezogen werden. Auf diese Art und Weise wurden schon zu König Ludwigs Zeiten Waren transportiert. Heute kann man auf dem Ludwig-Donau-Main-Kanal in Mühlhausen oder in Burgthann-Schwarzenbach auf liebevoll restaurierten Lastkähnen diese historische Art der Fortbewegung nacherleben. An der Donau bieten Fährstationen in Matting und Prüfening Gelegenheit, auf einer Fähre über den Fluss zu setzen. Zudem gibt es am Main-Donau-Kanal und an der Donau die Möglichkeit eine Teilstrecke der Radtour mit dem Schiff zurückzulegen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter ÖPNV & Schiff. Eine Kanutour macht das Urlaubserlebnis entlang der fünf Flüsse perfekt. Zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten und Bootsverleihe befinden sich entlang von Pegnitz, Vils und Naab.

Sonstiges

Ebenfalls sehenswert sind das ehemalige Wohnhaus von Papst Benedikt XVI in Prüfening sowie Europas längste Holzbrücke: der Tatzlwurm bei Essing. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte das Walderlebniszentrum in Sinzing/Schönwerth nicht verpassen.